Der Zeitpunkt und die Art, wie Sie Ihren Hund füttern, haben direkten Einfluss auf seine Verdauung, Regeneration und seine allgemeine Gesundheit.
In diesem Artikel erklären wir, warum die morgendliche Fütterung essenziell ist, wie Sie den natürlichen Rhythmus des Hundekörpers respektieren und welche Praktiken Sie im Alltag vermeiden sollten.
Am Morgen nimmt der Körper die Nahrung am effektivsten auf, da er zu diesem Zeitpunkt die größte Menge an Enzymen und Verdauungssäften zur Verfügung hat.
Wir empfehlen daher, höchstens zwei Mahlzeiten pro Tag zu geben.
Der Hauptteil der täglichen Gesamtmenge, also 3/4, wird morgens gefüttert, der kleinere Teil, also 1/4 der Gesamtmenge, bis spätestens 17 Uhr.
Eine Fütterung nach 17 Uhr wird nicht empfohlen, da der Körper dann bereits seinen Stoffwechsel verlangsamt, um sich auf die nächtliche Regenerationsphase vorzubereiten, und der Verdauungsprozess dadurch viel länger dauern würde als tagsüber. Dies würde zu einer zu langen Verweildauer des Futterbreis in den verschiedenen Darmabschnitten führen und Fermentationen sowie Gasbildung verursachen.
⚠️ Ein Körper kann sich nur vollständig regenerieren, wenn er nicht durch einen nächtlichen Verdauungsprozess daran gehindert wird.
Während der Verdauung werden 80 % des im Körper verfügbaren Blutvolumens in den Magen-Darm-Trakt gepumpt, um die notwendige Peristaltik (Darmbewegung) zu aktivieren.
Wenn ein Hund also nachts verdauen müsste, weil er zu spät am Abend gefüttert wurde, stünden dem Körper nur noch 20 % des Blutvolumens für wichtige Regenerationsprozesse zur Verfügung. Konkret könnten dann nur die Organe regeneriert werden, da das geringe Volumen für den gesamten Körper nicht ausreichen würde.
Gelenke, Sehnen, Bänder und Haut werden im Regenerationsprozess somit überhaupt nicht berücksichtigt.
Im Laufe der Jahre kann dies zu erheblichen Gesundheitsproblemen führen, wie einer Schwächung des Immunsystems, Übersäuerung, Gelenkproblemen, Hautproblemen, Verdauungsstörungen und vielem mehr.
Vergessen wir nicht, dass 80 % des Immunsystems im Darm gebildet werden und der Darm der „Vater“ aller Organe ist.
Eine Ausnahme am Abend ist es, dem Hund nach dem letzten Spaziergang einen Kauartikel anzubieten. Dabei handelt es sich um schnell verdauliche Produkte, die meist nur aus Knorpel oder Haut bestehen und keine Kohlenhydrate, Proteine, Fleisch, Fett, Ballaststoffe oder Rohfasern wie die Hauptmahlzeit enthalten.
Zwischen den Mahlzeiten und sonst
Natürlich gibt jeder seinem Hund gerne ab und zu einen Snack oder eine Belohnung.
Das soll auch so bleiben!
Man sollte jedoch bewusst handeln und die Funktionen des Hundekörpers berücksichtigen.
Auf keinen Fall sollte man klassische Frühstückstisch-Reste wie Brötchen mit Leberwurst oder sogar Käse geben. Ein Hund kann Backtriebmittel und die darin enthaltenen Zusatzstoffe kaum verstoffwechseln. Auch Laktose kann der Hundekörper nicht verarbeiten, was langfristig das Verdauungssystem stark schädigen und somit die Gesundheit beeinträchtigen würde.
Das Sortiment an Hundefutter bietet wirklich eine große Auswahl an für Hunde geeigneten Produkten, auf die man immer zurückgreifen sollte.
So ist es möglich, das Frühstücksritual genau einzuhalten, ohne die Gesundheit des Hundes durch ausschließlich für Menschen bestimmte Lebensmittel zu beeinträchtigen.
Obst und Gemüse als Snack
Man sollte darauf achten, sie nicht roh anzubieten.
Der Grund ist, dass sie in roher Form viel Zucker enthalten. Dieser nährt die wichtigen E.Coli-Bakterien im Darm zu stark, was zur Bildung schädlicher Gase führt.
Wenn der Anteil der E.Coli-Bakterien im Darm zu stark ansteigt, verdrängen sie die ebenfalls wichtigen Bifido- und Lacto-Bakterien, was zu einem Ungleichgewicht im Magen-Darm-Trakt führt.
Dadurch wird die schützende Barriere der Darmflora so stark gestört, dass sich Keime und Bakterien ansiedeln können.
BARF
Rohes Fleisch ist immer eine Gefahrenquelle, da es in den meisten Fällen mit Bakterien und Keimen kontaminiert ist. Das Risiko von Salmonellen, Clostridien und Campylobacter-Bakterien ist stets vorhanden.
Wir empfehlen daher, Fleisch immer zu erwärmen, um mögliche Risiken auszuschließen.
Auch Gemüse und Obst sollten gedämpft werden, um den enthaltenen Zucker zu reduzieren und so die unnötige Gasbildung zu vermeiden.
Außerdem ist es wichtig, dass die Zusammensetzung des BARF korrekt ist. Das bedeutet, eine vollständige BARF-Mahlzeit besteht nicht nur aus Fleisch, sondern eine Quelle für Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Rohfasern, Fette, Öle, Mineralien, Vitamine und vor allem Enzyme ist unerlässlich, um dem Hund alles zu bieten, was er braucht.
Wenn ein Wolf eine Beute jagt, beginnt er immer damit, den Magen-Darm-Trakt zu fressen, um sich mit Enzymen und Rohfasern zu versorgen, die für Pflanzenfresser unverzichtbar sind, damit der Körper das Fleisch richtig aufspalten, nutzen und verstoffwechseln kann.
Man darf nicht vergessen, dass der heutige Haushund und Zuchthund kaum noch eine Verbindung zum Wolf hat. Im Laufe der Evolution und Genetik hat sich der Organismus an die heutige Zeit und Umstände angepasst.
Daher ist der Hund in Bezug auf die Ernährung schon lange kein Wolf mehr.
Obwohl sie biologisch zur gleichen Tierart gehören, gibt es wesentliche Unterschiede in ihrer Ernährung, vor allem weil der Verdauungsmechanismus von Rasse zu Rasse variiert und sogar die Darmlänge unterschiedlich ist. Wölfe sind Fleischfresser, die gelegentlich auch Beeren und Früchte fressen. Hunde sind Allesfresser geworden.
Während Wölfe Pflanzen verdauen können, können sie Stärke kaum verdauen – Stärke ist eine Substanz, die Energie in Pflanzen speichert und z. B. in Samen, Knollen und Wurzeln vorkommt. Hunde hingegen können Getreide und Stärke verdauen und nutzen. Diese Anpassung des Verdauungssystems begann bereits im Neolithikum. Genau zu dieser Zeit schlossen sich die ersten Wölfe den Menschen an.
Im Gegensatz zu Wölfen können Hunde auch Kohlenhydrate verdauen und als Energiequelle nutzen.
Die Aufnahme von Glukose im Darm ist höher als bei Wölfen. Im Laufe ihrer Entwicklung haben sich Hunde einfach an unsere Ernährung angepasst, bedingt durch ihre Nähe zum Menschen und ihr früheres Leben bei Bauern, was heute durch Zucht und Genetik gefestigt ist.
Futter einweichen
Es wird dringend davon abgeraten, das Futter einzuweichen oder zu übergießen.
Aber warum?
1. Das Einweichen des Futters in Wasser entfernt wichtige Mineralien und Spurenelemente aus dem Futter, die jedoch erst im Dickdarm während des Verdauungsprozesses aus dem Futterbrei aufgenommen werden können.
2. Wasser verdünnt den Speichel und vor allem die Magensäure.
Durch den Speichel und den Kauprozess beginnen die im Speichel enthaltenen Enzyme den ersten Abbau der Nahrung, bevor sie den Magen erreichen.
Die Aufgabe der Magensäure ist es insbesondere, die Proteinstruktur anzugreifen und Viren sowie Bakterien abzutöten, um die folgende Verdauung vorzubereiten. Dies kann nicht richtig funktionieren, wenn die Magensäure durch das Einweichen des Futters verdünnt wird.
Verschiedene Arten oder Beschaffenheiten von Futter mischen
Im Allgemeinen sollte man darauf verzichten. Das Hauptargument ist hier die Vielfalt der Zusammensetzungen der verschiedenen Futtermittel.
Grundsätzlich sollte nur eine einzige Quelle von Makronährstoffen gewählt werden, also Kohlenhydrate, Proteine, Fette usw. Wenn man verschiedene Futtermittel mischt, entstehen automatisch unterschiedliche Verdauungs- und Aufnahmezeiten, was einen korrekten Verdauungsprozess beeinträchtigen kann.
Das Mischen von Trocken- und Nassfutter, besonders in großen Anteilen wie 50:50, ist noch ungünstiger, da die Textur und Konsistenz von Nassfutter völlig anders ist als die von Trockenfutter, was die Unterschiede bei Verdauungs- und Aufnahmezeiten noch verstärkt.
Die einzige Ausnahme ist das Mischen eines Esslöffels Nassfutter während einer Kur und/oder bei Futterumstellungen.